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Bitte sitzen bleiben!

CVJM Allgäu Autogottesdienst

 

Der Gottesdienst im Autositz

Auf einem Hof in der Woringer Einöde stehen ca. 35 Autos fein säuberlich 4x6 hintereinander aufgereiht. Vor ihnen ein Hänger mit Mikrofonen und Instrumenten, daneben eine Leinwand – darunter: das Plakat des CVJM Allgäus. Das Autokino feiert ein Comeback, auch hier. Erweitert zu einem gemeinsamen Gottesdienst mit Filmsequenzen. Kino mit Unterbrechung. Kino mit Impulsen zum Nachdenken. Kino mit Gottes Botschaft. Über Radios oder Handy sind die Autos mit dem Ton verbunden. Für ein bisschen Verpflegung hat jeder selbst gesorgt. Toiletten sind leider nicht erreichbar, im Auto sitzen bleiben – so werden die Corona- Hygienemaßnahmen eingehalten. Eine ganz neue Situation, eine ganz neue Erfahrung. Und doch herrscht gemeinschaftliche Stimmung und eine packende Vorfreude auf das Kommende. Das kann ich sogar vor meinem Bildschirm spüren, die Zoom Übertragung macht es mir dankenswerterweise möglich, auch bei 250km Entfernung mit dabei zu sein.

 

 

 CVJM Allgäu Autogottesdienst             CVJM Allgäu Autogottesdienst
 
Getrennt gemeinsam Gottesdienst feiern
Um 20.45 Uhr beginnt der Hauptsekretär Erik Sand im Namen Gottes – des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes – den Autokino- Gottesdienst. Das Amen wird gemeinsam durch Hupen bekräftigt. Und nach einer kurzen Einführung in die Vorschriften (Fenster dürfen nur handbreit geöffnet werden und muss in seinem Auto sitzen bleiben), beginnt die Band ein gemeinsames Lied. Jeder konnte sich im Vorfeld per QR- Code die Liedtexte auf sein Handy runtergeladen und nun fröhlich mitträllern.
Es folgt ein kurzes Interview mit dem Prediger Daniel Kunert. Dann läuft ‚Das perfekte Geheimnis‘ auf der großen Leinwand an. Langsam ist es auch dunkel geworden. In den Lichtern der wenigen Schweinwerfern sieht man einige Mücken fliegen, im Hintergrund streunt eine Katze über den Hof und für den Redner auf der Bühne sind Autos und Zuhörer kaum noch zu sehen. Eine Predigt ins „Leere“ über dunkle Geheimnisse, die wir nicht teilen wollen. Die Atmosphäre gibt dem Thema den richtigen Vibe und ist dennoch ungewohnt, auch für Daniel. Doch das Gottes Liebe Grenzen und Dunkelheit überwindet, macht er in seiner Predigt klar und wird bei seinem abschließenden Amen durch gemeinsames Hupen bestätigt. Die Verbindung ist da und nach einem gemeinsamen Vaterunser und dem Segen, der auch über Autos ausgesprochen werden kann, verlassen alle geregelt in einem Autokorso den Hof. Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns über ein Wiedersehn!

 

CVJM Allgäu Autogottesdienst

 

Auch der CVJM Schnaittach hat diese Umsetzung für sich am 31.Mai ins Auge gefasst. Weitere Informationen dazu erhaltet ihr hier. 

 

Lena Grassl, Praktikantin des CVJM Bayern