Begegnungen

Begegnungen

Oktober 2014:

Eine kleine deutsche Delegation bestehend aus Christopher May, Reinfried Hardlich, Heinz Wolf und Bertram Unger besucht unsere Partner in Bulgarien. (Bild 1)

Hier ein Bericht des Besuchs:

"Wir möchten Beweise bringen, dass die bisherige Unterstützung des CVJM Bayern nicht umsonst gewesen ist, sondern schon viel Segen gebracht hat" sagt Gottfried Iliev (Bild 2), unser langjähriger Freund und Verantwortliche in unserer Partnerschaft mit Bulgarien, dem ärmsten Land in der EU. Zusammen mit dem Missionarsehepaar Krassimir und Penka Walew zeigt er uns Anfang Oktober die fruchtbare Arbeit, die im Namen des CVJM Bayern in Russe und Hotanza geschieht. In Gesprächen, gemeinsamen Gebet und Besuchen vor Ort bekommen wir einen tiefen Einblick in die Arbeit und sind beeindruckt, was Gott durch unsere Mitarbeiter vor Ort tut.

 CVJM-Gruppenstunde im Slum in Russe

In einem 10 m² großen Raum sitzen 20 Kinder, (Bild 3) die lauthals singen und kurz danach Penkas Andacht lauschen. Jede Woche fahren Krassimir und Penka in den Slum in Russe, bringen den Kindern Wertschätzung und Liebe entgegen und erzählen vom Evangelium Gottes. Die Kinder sind türkischstämmige Roma, die in sehr armen Verhältnissen leben, oft jung verheiratet werden und wenig Perspektive haben. Ganz begeistert singen sie mit uns "Ein Volltreffer Gottes bist du" und freuen sich spürbar über unseren Besuch. (Bild 4)

 Kinder- und Jugendarbeit in Hotanza

Die wahrscheinlich meist fotografierten Toiletten (Bild 5) Bulgariens befinden sich in der Grundschule Hotanza, gebaut durch Spendengelder des CVJM Bayern. In diesem kleinen Dorf, 30 km entfernt von Russe, treffen wir die Bürgermeisterin, die uns berichtet, dass durch dieses Projekt auch Unterstützung durch andere Organisationen angeregt und so die Grundschule (Bild 6) vor der Schließung bewahrt wurde. Trotz heute stattfindender Wahlen nimmt sie sich viel Zeit für uns. Wir nehmen am orthodoxen Gottesdienst teil, in dem wir überaus herzlich empfangen werden. Den Menschen ist die große Dankbarkeit für den Einsatz des CVJM Bayern in ihrem Dorf förmlich anzuspüren. Aktuell unterstützen wir die Opfer der Hagelschäden durch Hilfslieferungen, damit sie trotz ausbleibender Ernte durch den Winter kommen. Schön ist auch zu sehen, dass die orthodoxe und die methodistische Kirche, in der der CVJM Bayern durch Krassimir und Penka die Jugendarbeit leistet, freundschaftlich verbunden sind. So singt ein orthodoxer Chor später im methodistischen Gottesdienst, Heinz Wolf hält die Predigt und die Jugendlichen der Gemeinde singen Lieder und stellen den Bibeltext von der Frucht des Geistes im Theater dar. Schon faszinierend, wenn man bedenkt, dass die Kirche ohne Krassimir mangels Besuchern fast geschlossen worden wäre. Wir nutzen die Zeit, um mit den Jugendlichen zu sprechen und singen mit ihnen "Who's side your leaning on".  (Bild 7)

Fazit

Wir sind tief berührt von der herzlichen Gastfreundschaft, mit der wir empfangen wurden. Drei intensive Tage mit unseren Freunden in Bulgarien liegen hinter uns. In vielen Gesprächen konnten wir klären, welche Projekte wir in Zukunft zusätzlich angehen können:

Wir werden den Bus, mit dem die Jugendlichen transportiert werden und der für die Hilfslieferungen wichtig ist, reparieren lassen und eine Arbeit von jungen Erwachsenen (Überbleibsel der Jugendgruppe, die nicht mehr kommen) unterstützen.

Oft hörten wir, dass unser Besuch eine Ermutigung sei.

Slava nuboka! (Ehre sei Gott)

 

Mai 2010:

Opens external link in new windowMark Nockemanns Reise mit Tagebucheinträgen