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Vereinstipps

Umdenken und Umlenken

Immer wieder komme ich in der Vereinsbegleitung in Situationen wo konkretes Umdenken und Umlenken gefragt ist. In der Praxis ist das aber manchmal gar nicht so einfach. Umdenken geht ja noch, aber Umlenken… Leichter ist das, wenn es nur andere betrifft und mir selbst nicht wehtut. Und manchmal merke ich, dass mein Kopf zwar umdenkt und sogar lenkt, aber mein Körper mit der neuen Drehbewegung nicht nachkommt.

Die Bibel ist hier deutlicher: sie bezieht uns als ganzen Menschen ein. „Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.“ (Hesekiel 36,26-27)

Warum schreibe ich hier so fromm? Mir ist es wichtig klar zu sagen, wem wir dienen. Wir dienen nicht zuerst einem System (dem CVJM, dem CVJM-Vereinswesen, unseren Gruppen und Projekten), sondern einem Herrn. Es geht nicht darum vorhandene Systeme zu bedienen und diese aufrecht zu erhalten. Systeme sind wichtige, unabdingbare und wandelbare Hilfskrücken um das Eigentliche zu tun: Jesus zu den Menschen zu bringen.

Wenn ihr also wieder einmal Diskussionen darüber führt, ob im System etwas umgedacht und umgelenkt werden darf, dann nur mutig zu! Es dürfen auch Angebote gelassen, andere gefestigt oder gegründet werden. Solange das System agil (veränderbar, wandelbar und mit Mut zu Entscheidungen) der Sache dient und die Priorität für alle klar ist: Unsere aufgewendete Kraft und Kreativität soll Menschen über den CVJM zu Jesus führen! Dies tun wir menschlich so gut wie wir es können, aus voller Leidenschaft und mit dem Wissen, dass letztlich ER es tut. Deshalb ein dickes Danke, weil ihr es für IHN tut!

Wir brauchen das System CVJM aber die Begründung des Systems ist Jesus selbst. Er sendet uns zu den Menschen. In diesem Sinne können wir fröhlich verändern, damit unser Verein diesen Zweck noch mehr erreicht, oder wieder dahin zurück kommt. CVJM soll kein Selbstweck sein.

Was wir dazu brauchen ist Glaubensfeuer. Ein Glaubensfeuer, das den Funken überspringen lassen will zu anderen und den Mut zu deutlichen Worten der Korrektur und Ermutigung hat!

Gott helfe unserem eigenen Glaubensfeuer und dann auch der Anzünd-Kraft im CVJM, hin zu anderen Menschen!

Womit wir wieder bei der Jahreslosung sind … ;-)

 

Euer Martin Schmid

 

Vereinsbegleitung erlebt

CVJM Bindlach

 

Vermutlich sind wir Bindlacher die Vereinsbegleitung anders angegangen, als man es sich so im Regelfall vorstellt. Den ersten Gedanken daran, hatte ich schon vor ca. drei Jahren. Nicht weil ich viele Probleme in unserem Verein erkannt habe, sondern weil viele motivierte junge Mitarbeiter im CVJM erwachsen wurden und sich daran machten, immer mehr Verantwortung zu übernehmen. Die Idee war, diesem Prozess nicht einfach so seinen freien Lauf zu lassen, sondern ihn aktiver zu gestalten. Ein Jahr nach der ersten Idee war es dann so weit, dass Martin zum ersten Treffen kam. Schnell zeigte sich, dass es höchste Zeit war, über den Verein, die Gemeinschaft und festgefahrene Strukturen nachzudenken. Durch von Martin angeregte Denkanstöße, hat sich das Bewusstsein unserer Mitarbeiter in Bezug auf unsere Problemfelder und Schwachstellen, aber auch unserer Ressourcen geschärft. In den Köpfen der Mitarbeiter wurde ein Prozess des Umdenkens eingeleitet, der nicht nur bei jedem Einzelnen wirkt, sondern im kompletten CVJM Bindlach spürbar ist.  Gemeinsam sind wir sogar so weit gekommen am Leitbild unseres Vereins zu arbeiten, Mitarbeiterstrukturen zu verändern, Aufgaben im Rahmen von Arbeitskreisen zu verteilen und geplante, regelmäßige Gemeinschaftstreffen und Aktionen durchzuführen. Hier noch ein paar Mitarbeiterstimmen, die zeigen wie lohnenswert die Treffen waren:

„Ohne uns zu sehr in eine Richtung zu drängen half Martin uns als Außenstehender, einen anderen Blickwinkel auf unsere vermeintlichen Schwächen aber auch Stärken zu vermitteln.“

Die Treffen waren angenehm und produktiv. Vor allem schätzte ich die ständige Wertschätzung und Ehrlichkeit in unserer Mitarbeiterrunde, die bei unserem ersten Treffen vereinbart wurde.

 

Johannes Münch mit Mitarbeitenden des CVJM Bindlach