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Vereinstipps

Motivation - Ideen, die Wirklichkeit werden

Der Vereinstipp zur Vereinsentwicklung: Thema Motivation

 

Ideen, die Wirklichkeit werden.
Der Plan für mehr Motivation

 

Familienausflüge sind allermeist keine Selbstläufer. Zumindest ist das bei uns zu Hause so. Wohin geht die Reise? Wer darf mit? Wer will überhaupt mit? Und weshalb soll sich das lohnen? Solche und andere Fragen sind zu klären, bevor sich die Familie gemeinsam auf den Weg macht. Und dann bleibt da noch die Frage offen, ob sich der Nachwuchs überhaupt zum gemeinsamen Ausflug motivieren will. Dabei ist es fast egal, was Eltern vorher alles bedacht, überlegt und abgewogen haben. Es erscheint beinahe irrelevant, wenn frühere Ausflüge im Rückblick überraschenderweise doch Begeisterung bei allen Beteiligten ausgelöst haben.

Ich habe mich gefragt, wieso wir eigentlich  immer wieder auf die scheinbar gleiche Anfangsträgheit, Skepsis und völlig fehlende Motivation bei anderen treffen.

 

Ein bekanntes Sprichwort sagt, dass jede Reise mit dem ersten Schritt beginnt. Aufbruch erfordert Mut und Bereitschaft zur Bewegung. Auch wenn man nicht weiß, was kommt. Dabei sind sich Familienausflüge und Vereinsentwicklung ähnlich. Es scheint ein bisschen so zu sein, wie es im ersten Buch Mose, Kapitel 12, Vers 1 ff von Abraham erzählt wird, als er mit seiner Familie nach Kanaan aufbricht. Ein Mann folgt mutig der Verheißung Gottes, ohne sich über den Weg bewusst zu sein

 

Ein Beispiel: Da haben sich Vorstände und Leiter nach bestem Wissen und Gewissen Projekte oder Aktionen im Jahreskalender des Vereins überlegt, und jetzt geht es „nur“ noch darum für die bereits fertige Idee Mitarbeiter zu gewinnen. Man stellt sich die Frage, wie eben jene am Ende das wollen, was sie wollen sollen, damit der Verein weiterläuft.

Aber das wollen die manchmal nicht einfach so. Selbst dann nicht, wenn die Idee auf dem „Silbernen Tablett“ serviert oder schön gestylt vorgetanzt wird. Warum ist das so? Warum schreien die nicht alle plötzlich „Hurra“?

 

Ein Antwortversuch: Dieser Transfer der Idee/des Projektes/der Aktion von Leitung zu Mitarbeitern ist der Knackpunkt!! Vielleicht ja deshalb, weil bei so einem Top-Down-Prozess diejenigen, die die Aktion dann (mit-) ausführen sollen, gar nicht von Anfang an beteiligt waren, weil sie nicht mit durchdenken durften, weil es vielleicht gar nicht ihrer Idee von CVJM-Arbeit entspricht – ganz egal wie sehr sich vorher auch bemüht wurde, ihre Interessen, ihre Lebenswelt usw. mitzudenken. Es ist sozusagen einfach nicht ihr Baby!

Anders formuliert: Wenn wir wollen, dass möglichst viele in zukünftige Unternehmungen mitgehen, müssen wir gemeinsam den ersten Schritt machen. Die Entstehungs-/ ja, nennen wir sie ruhig beim Namen: die „Zeugungsbeteiligten“, sowie der Entstehungsort und der weitere Weg einer Idee, sind absolut entscheidend in Bezug auf die Motivation.

 

Ich bin davon überzeugt, dass wir im CVJM kompetente Mitarbeiter haben, die ihren Teil an Verantwortung übernehmen können und auch wollen. Sie können mehr, als nur die Vorschläge und Vorgaben einzelner umzusetzen. Sie haben eigene Ideen, die sie verwirklichen wollen. Wir profitieren davon, wenn wir Menschen und ihre Ideen ernst nehmen, wertschätzen und ihnen bei der Umsetzung helfen. Dann ist CVJM keine Top-Down-Veranstaltung mehr, sondern das, was es eigentlich schon immer war – Bottom- up. Ein offenes Geheimnis der CVJM Arbeit ist gelebte Basisdemokratie und Selbstwirksamkeit – und zwar von Anfang an! Ich finde auch und gerade als schon 125jähriger CVJM können wir von Abraham lernen, wie man mit Blick auf Gott aufbricht, mutig neue Wege geht und sich auf eine Entwicklung einlässt, die uns Gott verheißt.

 

Hier einige Fragen die euch als Ortsverein weiterhelfen könnten:

Wo und wie entstehen Ideen und Aktionen bei uns? Welche Kultur pflegen wir in Bezug auf neue Ideen?

Wird neu gedacht oder weiter gemacht, mehr gestaltet oder mehr verwaltet? Von wem wird gestaltet und von wem verwaltet?

Welches Klima schaffen wir als Verein aktiv sichtbar, damit Leute sich ausprobieren können und Selbstwirksamkeit erleben dürfen?

 

Solltet ihr nur zwei dieser Fragen in eurem Verein als heikel betrachten, tut diese bitte nicht einfach ab, sondern setzt euch zusammen, analysiert und entwickelt euern Verein weiter für die Zukunft

 

Auf eine gute Vereinsentwicklung! Auch dann, wenn man ehrlich zueinander sein muss.

 

 

 

Aufmerksame Leser haben es bemerkt: Die Namensänderung von Vereinsbegleitung hin zu Vereinsentwicklung. Das geschah in voller Absicht, um zu zeigen, was wir da eigentlich genau machen.

 

Wo kannst du dir noch mehr Input holen zur Vereinsentwicklung:

Ab dem Leitungskongress wird es ein komplett neues Format zur Vereinsentwicklung im CVJM-Bayern geben:

Wir starten digital und präventiv und dies sogar monatlich. Niederschwellig und direkt für die Praxis vor Ort bei euch!

 

 

SUPPORTTIME: einloggen – dabei sein – profitieren

Immer wieder gibt es Themen der CVJM-Vereinsarbeit, die von uns Mitarbeitern und Leitern Lösungen für die Zukunft fordern.

SUPPORTTIME ist hierfür das neue Format, das wir themenspezifisch online anbieten. Gemeinsam ist genügend Zeit, um sich auf Wege und Lösungen über Fragen der CVJM-Arbeit vor Ort zu fokussieren. In den unterschiedlichsten Formen: Es wird kollegiale Beratung geben, Reflecting Teams und Webinare mit Diskussion und vielen Anstößen für eine agile Zukunftsgestaltung. All dies in jeweils 2 Stunden, immer am zweiten Mittwoch im Monat.

Wir werden uns mit Themen wie Mitarbeiter- und Teilnehmergewinnung, Generationenwechsel und Weiterbildung beschäftigen. Außerdem auch mit folgenden Themen: Sitzungen leiten, Zukunftsperspektiven, Konflikte lösen, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Geistliches leiten, Verkündigen und zur Nachfolge einladen, etc.

Die Teilnehmerzahl liegt pro Verein bei maximal drei Personen. Ideen für Themen könnt Ihr gerne schon jetzt an mich mailen (schmid@cvjm-bayern.de).

Die einzelnen Termine, detaillierte Infos, sowie die jeweiligen Themen der Abende, findet Ihr ab Mitte September online unter www.cvjm-bayern.de/supporttime

 

Bis dann, zu unserer gemeinsamen SUPPORTTIME für alle, die Zukunft in ihrem Verein gestalten wollen.

 

Herzliche Grüße,

Martin Schmid