Aktuelles-Detailansicht

15.06.2018 21:13 Alter: 101 days
Kategorie: Allgemein

Stadt, Land, CVJM

Das CVJM Magazin 3 |18 ist da!


THEMENTEIL: Vier Vereine stellen sich vor | Groß gegen klein - das ist gemein? | Raus auf's Spielfeld | Sie lieben es, Menschen zu vertrauen | Umzüge | Die AG der CVJM 

AUS DEN VEREINEN: Suchet der Stadt Bestes | Mitarbeitergemeinschaft: Land und Stadt | Von der Stadt aufs Land oder andersherum | Gebetskarte Regio Mittelfranken-West | Kunstrasenfestival | Vor 50 Jahren | Ich bin pro

JAHRESTHEMA: Verbündet - Geistliche Mitarbeitergemeinschaft | Vereinsbegleitungstipp 

LANDESVERBAND: Was uns bewegt | Reise- und Freizeitberichte |klipp & klar

CVJM DEUTSCHLAND

Opens external link in new windowHier gibt es das komplette Magazin. Viel Spaß beim Lesen! 

 

Aus dem Magazin: 

Vereinsbegleitung durch den Landesverband Bayern

Ein Erfahrungsbericht des CVJM Schnaittach e.V. (Ergänzung zu S. 24)

So fing alles an…

Monatliche Sitzung im Hauptausschuss. Es ist abends, ein voller Arbeitstag liegt hinter einem und dann trifft man auf die an sich lieben Mitmenschen, denen der stressige Alltag aber manchmal direkt ins Gesicht geschrieben ist. Und man selbst sucht auch bei sich, mal mehr oder weniger erfolgreich, nach der angemessenen Energie, um die Sitzung „gut über die Bühne zu bringen“…Einer leitet und die anderen leiden… immer der gleiche Sitzungsablauf… keine neuen Ideen… Willkommen in der Welt der Gremienarbeit? Wo ist in diesen Momenten die Motivation? Wo die Kraft, die einen antreibt?  Wer kennt dieses Gefühl nicht? Aber muss das immer so ablaufen? 

Zeit für frischen Wind… Zeit für Vereinsbegleitung. Ein Angebot des CVJM Landesverbands Bayern für die Ortsvereine, bei dem jemand von außen auf die Situation schaut und berät. Unterstützung, die ankommt und wofür es sich lohnt, als Gemeinschaft an einer guten Sitzungsatmosphäre zu arbeiten. Als wir im Hauptausschuss vom Projekt Vereinsbegleitung erfahren haben, meldeten wir uns direkt als Interessenten beim Landesverband an. Den Weg kann man als einen Prozess beschreiben, der neue Sichtweisen, Veränderung, Erkennen von Verhaltensmustern und neue Ideenentwicklung gebracht hat. Ein Prozess, bei dem man sich als Leitungsgremium nochmal viel besser kennenlernt.

In einem Extra-Treff formulierten wir Anliegen, die uns zu dem Zeitpunkt beschäftigt haben und notierten Fragen. Themen wie die Zukunftsperspektive des Ortsvereins, Mitgliederwerbung und Tipps zur Öffentlichkeitsarbeit standen dabei im Mittelpunkt. Außerdem machten wir uns Gedanken, welche laufenden Projekte uns wichtig sind und weiterhin einen festen Platz im CVJM-Jahresprogramm haben sollen. Auf unserer jährlichen Klausurtagung starteten wir eine Bestandsanalyse. Unter dem Stichwort FACT – was haben wir? - erstellten wir eine Übersicht zu den Inhalten: Aufgabe, Jugendleiter, Gruppen, Teams, Angebote, Mitwirkung am Ort, Gremiumsarbeit im Hauptausschuss und jährliche sich wiederholende Festlichkeiten. Unter den folgenden Überschriften KEEP – was sollten wir beibehalten?,  LESS – was sollten wir zurückfahren?, STOP – was sollten wir beenden?, MORE – was wollen wir mehr? und START – was wollen wir neu beginnen?, sammelten wir Stichpunkte, die darunter fallen.

In den ersten Treffen mit Martin Schmid ging es um Prioritäten und laufende Projekte. Dazu wurden die Stichpunkte per Abstimmung (jeder hatte 5 farbige Klebepunkte) gewertet. Aus dieser Wertung ergaben sich die Themen, die besprochen und ggf. abgestimmt wurden. Inhalte unserer Vereinsbegleitungstreffen waren Vision – Planung und Durchführung, Tipps zur Halbjahresplanung, Zusammenhang von Zeit und Ziel, Sitzungskultur und „Sitzungskiller“ wie z.B. Gereiztheit und Handynutzung. Dazu gab es auch wirklich gute Übungen in Form von „4-Augen-Gespräche“ mithilfe des „Streit-Parkplatzes. Hauptpunkt war „Gesund an der Sache streiten“, d.h. konstruktiv über die Sache an sich und nicht persönlich diskutieren. Neben den praktischen Planungstipps sollte auch das geistliche Miteinander nicht zu kurz kommen. Denn wir, die gesendet sind, brauchen die Sammlung unter Gottes Wort, um unsere Sendung gut auszuführen und damit unser Herz keine Herz-Rhythmus-Störung bekommt. Anhand der wohlbekannten „Martin-Schmid-Methode“, bei der jemand einen Bibeltext aussucht (geht auch ohne Vorbereitung), wird dieser zunächst Vers für Vers reihum laut vorgelesen. Jeder merkt sich seinen Vers und denkt eine kurze Zeit leise über dessen Bedeutung nach. Anschließend erklärt jeder der Reihe nach innerhalb von max. 2 Minuten seine Überlegungen dazu. Anschließend ist noch Zeit zum kurzen Austausch. Nach dem Bibellesen ist ein gemeinsames Gebet äußerst sinnvoll und wichtig. In weiteren Terminen beschäftigten wir uns z.B. mit Verantwortung aufteilen, der gerechten Verteilung von Aufgaben und das Ineinandergreifen von Ehrenamt und Hauptamt mithilfe von Team und/oder Co-Leitung. Anschließend wurde der Unterschied der Leitungsaufgabe delegieren und „delegieren mit zu vielen Vorgaben“ bildlich veranschaulicht. Aber um nicht alles zu verraten, hier nur einige Stichworte: Generationenwechsel, 5 Jahres-Ziel, Schwerpunktfokussierung im Verein … 

Resümee: Was hat die Vereinsbegleitung uns als Verein gebracht?

Der Prozess bringt Veränderung. Wir als Ortsverein haben davon profitiert und können die Vereinsbegleitung nur weiterempfehlen. Mit einfachen Mitteln wie einer rotierenden Sitzungsleitung, einem kurzen Impuls zu Beginn, einer Glocke auf dem Tisch sowie einer kurzen Pause zwischen den Tagesordnungspunkten konnte eine produktive Arbeitsatmosphäre hergestellt werden, in der wieder ausreichend Platz für die Entstehung neuer Visionen und Entwicklung von kreativen Ideen ist. Für solche Veränderungen ist oft die Sichtweise einer außenstehenden Person nötig, welche die Situation objektiver einschätzen kann. Martin Schmid hat uns mit vielen Aufgaben herausgefordert und auch provoziert, aber trotz allem immer wieder ermutigt mit vielen Dingen so weiterzumachen wie bisher. Vielen Dank dafür!

Katharina Wazlav
zweite Vorsitzende