Aktuelles-Detailansicht

19.07.2017 16:03 Alter: 148 days
Kategorie: Allgemein

Begegnungsfreizeit und Workcamp in Bulgarien

Wie eine kleine Gruppe des CVJM Bayern in den großen bulgarischen Medien landet


Die Gruppe erregt Interesse bei einer Zeitung und den beiden stärksten Fernsehsendern. Ehrenamtliches Engagement ist hier nicht überall verbreitet.

Eine kleine aber feine und vor allem hilfsbereite Gruppe unter der Leitung Bertram Ungers.

Spielplätze in Ordnung bringen, Bänke streichen und eben auch mal mit den Kindern quatschen.

Vom 8.-18. Juni machten wir uns zu einer Begegnungsfreizeit nach Bulgarien auf – 12 junge Erwachsene aus ganz Bayern. Der CVJM Bayern ist schon seit vielen Jahren mit der EMK in Russe und Hotanza partnerschaftlich verbunden. In Hotanza, einem Dorf im Norden Bulgariens, wohnen viele türkischstämmige Roma in sehr einfachen Verhältnissen. Dort haben wir uns zuerst ein Wochenende lang Zeit genommen, die Leute und die Gemeinde vor Ort kennenzulernen. Wir konnten den Kindern und Jugendlichen trotz Sprachbarrieren auf kreative Weise von Jesus erzählen und viel mit ihnen spielen. Ebenso durften wir den Gottesdienst mitgestalten. Neben der Begegnung leisteten wir auch praktische Hilfe. Zwei Klassenräume der Grundschule wurden von uns renoviert und zwei Spielplätzen konnten wir neue Farbe verleihen. Viele waren bereit uns zu unterstützen, obwohl ehrenamtliches Engagement in Bulgarien nicht selbstverständlich ist. Arme Leute wollten uns unbedingt auch etwas Kleines schenken, wie Marmelade, Honig usw., weil sie uns etwas zurückgeben wollten. Neben einer landesweiten Zeitung haben über unsere Aktion sogar drei Nachrichtensendungen des bulgarischen Hauptsenders berichtet und dies als Beitrag zur Völkerverständigung innerhalb der EU betitelt. Das fanden wir zwar viel zu hoch gegriffen, aber so lange Christus dabei verherrlicht wurde, hatten wir nichts dagegen.

Einige weitere Bilder der Freizeit gibt es hier.

Auch in Russe konnten wir Einblick in die Arbeit unserer bulgarischen Partner bekommen. Besonders bewegt hat uns ein Besuch in einem Slum, in dem zwei Gemeindeleiter vor Ort, Krassimir und Penka Valev, den Kindern von Jesus erzählen. Die beiden besuchen die Kinder wöchentlich und arbeiten sehr liebevoll mit ihnen. Zum Abschluss unserer 10-tägigen Freizeit durften wir die Schönheit der bulgarischen Natur erleben – in Erinnerung wird uns besonders das Vitosha-Gebirge bleiben.

Besonders hat uns gefreut, dass unser Besuch nicht nur uns als Gruppe bereichert und unseren Glauben gestärkt hat, sondern dass vor allem die Bulgaren so begeistert waren: Angefangen vom Schulleiter, der so ein Workcamp in seinen 30 Jahren an seiner Schule noch nie erlebt hat, über die vielen Jugendlichen und die Nachbarin in Hotanza, die uns mit Tränen in den Augen zum Abschied Blumen geschenkt hat mit den Worten, wir mögen ganz bald wieder kommen, bis hin zur Bürgermeisterin, die uns mit offenen Armen empfangen hat. „Die Freizeit hat sich auch für uns absolut gelohnt. Durch vielfältige und intensive Begegnungen mit den Bulgarinnen und Bulgaren haben wir einen tiefen Einblick in deren Leben bekommen und viel dazu gelernt“, schlussfolgerte ein Teilnehmer nach der Freizeit für sich und sprach damit aus, was in uns allen vorging.

Christine Becker, Andy Smith, Uwe Berger und Bertram Unger

Christine Becker, CVJM Amberg, studiert Soziale Arbeit und Theologie in Nürnberg und ist derzeit Praktikantin im CVJM Bayern und bereitet das International Reformation-Camp vor.

Andy Smith, CVJM Bayern, unterstützt den CVJM Bayern seit vielen Jahren ehrenamtlich, zum Beispiel beim KonfiCastle.

Uwe Berger, CVJM Markt Erlbach, ist ebenfalls ein treuer ehrenamtlicher Unterstützer des CVJM Bayern und ist passionierter Hobby-Brückenbauer zwischen den Ortsvereinen.

Bertram Unger, CVJM Bayreuth, ist stellvertretender Vorsitzender des CVJM Bayern und ehrenamtlicher Leiter der Begegnungsfreizeit. Er engagiert sich seit Jahren in der internationalen Arbeit und besonders für die Bulgarien-Partnerschaft.

 

Die Freizeit wurde aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans (KJP) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert!