Aktuelles-Detailansicht

09.07.2018 13:28 Alter: 103 days
Kategorie: CVJM weltweit

Begegnungen in Bulgarien

Rückblick auf den Partnerschaftsbesuch


Die Reisegruppe des CVJM Bayern

Am 23. Mai 2018 machten sich 7 junge und junggebliebene Menschen für fünf Tage auf, die Partnerschaft des CVJM Bayern in Bulgarien zu besuchen.

Am ersten Tag zeigte uns Gottfried Illiev, der Koordinator der Partnerschaft vor Ort, seine Heimat. So schauten wir uns zuerst die Stadt Ruse an, in der auch unsere Unterkunft lag, um dann mit seinem Kleinbus rauszufahren und erst ein Felsenkloster und dann eine der größten Höhlen Bulgariens im Lomtal anzuschauen. Nach diesem Kulturprogramm ging es zurück nach Ruse um sich dort mit Mitgliedern der evangelisch methodistischen Kirchengemeinde (EMK) zu treffen. Es waren vor allem ältere Gemeindeglieder dort, die uns von ihrem Gemeindeleben erzählt haben. Eine Jugendarbeit in der Gemeinde gibt es leider nicht, obwohl die Gemeinde es sich sehr wünscht. Wir haben von Konzepten erzählt, die bei uns in Deutschland in unseren Ortsvereinen schon Früchte getragen haben. Fraglich ist natürlich, ob man Jugendliche, die in einer ganz anderen Kultur aufwachsen als deutsche Jugendliche auf die gleiche Art und Weise ansprechen kann.

Am nächsten Tag standen viele Begegnungen auf dem Programm. Gleich am Morgen sind wir nach Hotanza gefahren. Ein kleines Dorf, in dem durch Spendenprojekte des CVJM Bayern eine Jugendarbeit unterstützt und den Kindern und Jugendlichen ermöglicht wird in das Sommercamp der EMK zu fahren. Vor einem Jahr war eine Gruppe von 12 jungen Erwachsenen aus dem CVJM Bayern eine Woche vor Ort, um in dem Dorf zu wohnen und in der dortigen Schule zwei Klassenzimmer zu renovieren und in der Gemeinde zwei Spielplätze und einen Versammlungsplatz zu streichen. Dort empfing uns die Bürgermeisterin warmherzig und nach ein paar Worten und Fotos ging es dann zur Schule wo schon viele ungeduldige Schüler trotz eines eigentlich schulfreien Brückentages auf uns warteten. Sie sangen uns Lieder und begrüßten uns herzlich. Wir konnten die Klassenräume anschauen, die nach dem letztjährigen Arbeitseinsatz noch neue Böden bekommen haben und haben mit der Direktorin und den Lehrerinnen über Probleme und Nöte der Schule gesprochen. Danach ging es zurück nach Ruse und nach einem kurzen Zwischenstopp in der Unterkunft brachen wir auf um dort ein Slum zu besuchen in dem vor allem türkischstämmige Roma leben. Dort wird von Krassimir Walev, einem Mitarbeiter, welcher durch den CVJM Bayern unterstützt wird, christliche Jugendarbeit angeboten. Wir konnten bei einer Gruppenstunde dabei sein und mit den Kindern gemeinsam singen. Die liebevolle Art, mit der dort den Kindern und Menschen begegnet und die Jugendarbeit gestaltet wird, ist sehr beeindruckend.

Am letzten vollen Tag hatten wir viel Zeit um mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Wir sind gleich am Morgen für den Gottesdienst, der extra für uns am Samstag stattfand, nach Hotanza gefahren. Dort war die kleine Kirche so voll, dass gar nicht alle sitzen konnten und wir wurden mit einem herzlichen Applaus empfangen. Die Kinder und Jugendlichen haben ein Anspiel gestaltet und uns Bibelverse und Psalmen aufgesagt. Nach dem Gottesdienst gab es belegte Brötchen für alle und dann war Zeit mit den Kindern zu spielen. Die kleineren Kinder waren von einem mitgebrachten Schwungtuch begeistert, mit den größeren konnte man Ballspiele, verstecken oder fangen spielen. Dank Google-Traslator konnten wir uns auch gut mit den Kindern und Jugendlichen unterhalten. Besonders beeindruckt hat uns die Offenheit und Herzlichkeit der Kinder mit der wir empfangen wurden. Obwohl wir Fremde waren, gab es kaum Berührungsängste und man konnte gemeinsam lachen, wenn Google nicht das übersetzt hat was man eigentlich gemeint hat. Nachmittags sind wir dann noch zu dem Ort Zenovo gefahren, in welchem auch eine Jugendarbeit durch eine Laienpredigerin der EMK aufgebaut wurde. Dort haben wir eine Gruppenstunde besucht und sind sehr freundlich durch Lieder und ein Gedicht begrüßt worden. In der Abendsonne haben wir dann mit den Jugendlichen Fußball gespielt und uns erzählen lassen, was die sie in ihrem Leben später mal vorhaben. Fußballstar ist, wie auch hierzulande, ein beliebtes Ziel ist. Auch dort wird der CVJM Bayern in Zukunft die Kinder, die sich das Sommercamp nicht leisten können finanziell unterstützen.

An diesem letzten Abend wurden wir von der dortigen Laienpredigerin noch zu einem Glas selbstgemachten Wein eingeladen. Dieser letzte Abend war ein schöner Ausklang und zeigt, was uns auf der ganzen Fahrt begleitet hat. Es gibt in Bulgarien engagierte Menschen, die dort mit viel Herzlichkeit, Liebe und Wärme die gleichen Ziele verfolgen wie wir. Ihren Glauben weiterzugeben an Jugendliche und ihnen eine Perspektive zu geben, die in der Ewigkeit verankert ist durch einen starken Glauben an Jesus Christus.

Weitere Eindrücke von der Reise gibt es Opens external link in new windowhier zu sehen.

Daniela Bär